Mömbris Markt Gemeinde im Spessart
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  Einwohnerentwicklung der letzten 128 Jahre; (Gebietsreform 1972 bis 1978)
Jahr 1871 1880 1900 1910 1919 1925 1939 1946 1972 1980 1985 1990 1995 1996 1997 1998 1999  

Einw

417 496 523 581 705 742 937 1202 1864 1902 1913 2030 2290 2189 2208      

%

  +20 +5 +11 +21 +5 +26 +28 +55 +2 +1 +6 +13 -5 0      

  ab 2000; (Wv Deutschland 03.10.1990, Einführung Euro in 01.01.2002)
Jahr 2000 2001 2002 2003 2004    

 

Einw

 

2290

2303

 2309

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

%

 

 

+ 0,5

+ 0,3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

gest

 

 17

 18

13

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

%

 

- 0,7

- 0,8

- 0,6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

geb

 

 10

 28

 19

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

%

 

+ 0,4

+ 1,2

+ 0,8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Weitere Informationen oder Bilder vom Markt Mömbris finden Sie unter:
Unternehmen aus dem Markt Mömbris;    Heimat- und Geschichtsverein Mömbris;
 
 
Gründung und Geschichte des Ortes:
 
Der Markt Mömbris - eingebettet in die Landschaft des Vorspessarts und des Kahltales (benannt nach dem gleichnamigen Fluß) - bildet von alters her das Zentrum des Mittleren Kahlgrundes. - Geschichtlich erwähnt wurde Mömbris bereits im 12. Jahrhundert. Das Freigericht Mömbris, urkundlich erstmals im Jahre 1309 genannt, war neben Alzenau, Hörstein und Somborn eines der vier Freigerichte im nordwestlichen Viertel des Main-Vierecks.

Bis zum Jahre 1802 gehörte Mömbris zum Kurfürstentum Mainz. Im gleichen Jahr als Aschaffenburg 1814 zu Bayern kam, wurde auch Mömbris bayerisch und der Gerichtsbarkeit Aschaffenburg unterstellt.

Im Gemeindewappen, das Mömbris seit dem Jahre 1961 führt, sind diese wesentlichen Tatsachen der Geschichte symbolisch dargestellt

Das silberne Schwert mit goldenem Griff weist auf die Freigerichtsbarkeit hin. Das Frei-, bzw. Zehnt- und Hochgericht stand in enger Verbindung zum deutschen Königtum, bis es um die Wende vom 15. Jahrhundert dem Landfürstentum des Erzbischofes von Mainz und den Fürsten von Hanau-Münzenberg gelang, sich die Oberhoheit anzueignen, die schließlich von 1738 - 1802 allein dem Kurfürsten von Mainz zukam.

Die Laubkrone im Gemeindewappen versinnbildlicht die hohe Bedeutung des Königtums für die Entstehung und Ausbildung der Gerichtsgemeinde.

Das sechsspeichige silberne Rad, das Wappenzeichen von Kurmainz, erinnert an die enge Verbindung mit dem Erzbistum Mainz.

Am 11. Dezember 1963, also nur kurze Zeit nach der Annahme des Gemeindewappens, wurde die Gemeinde Mömbris zum Markt erhoben. Nicht alle Bürger wußten damals etwas mit der Bezeichnung "Markt" anzufangen, bis eine Erklärung gefunden war: "Ein Markt is so e Zwischeding zwischen Gemoinde unn Stadt".

Durch die Entwicklung der Mittelpunktgemeinde und durch die Gebietsreform, die sich in den Jahren 1972 - 1978 vollzog, stieg die Einwohnerzahl des Marktes auf heute mehr als 12.000 Bürger.


 Gemeinde-Einwohnerentwicklung der letzten 28 Jahre durch die Gebietsreform 1972 bis 1978
Jahr 1971 1972 1974 1976 1978 1980 1985 1990 1995 1996 1997 1998 1999  

Einw

4571 7009 7782 8121 10428 10604 10862 11340 11984 12106 12098      

%

  +53 +11 +4 +28 +2 +2 +4 +6 +1 -1      

Orte

9 13 15 16 18 18 18 18 18 18 18      

%

  +44 +15 +7 +13                  

ab 2000; (Wv Deutschland 03.10.1990, Einführung Euro in 01.01.2002)
Jahr 2000 2001 2002 2003 2004    

 

Einw

 

12306

12377

12346

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

gest

 

86

89

 96

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

geb

 

 89

 103

 113

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 
Der Markt Mömbris besteht aus 18 Ortschaften in denen zum 01. Januar 2004, 12.346 Einwohner leben. Mömbris ist zugleich die fünftgrößte Gemeinde im Landkreis Aschaffenburg, der derzeit eine Einwohnerzahl von 171.758 nachweisen kann.
 
Diese 18 Orte liegen verstreut auf einer Grundfläche von 3592 Hektar, davon sind allerdings 3.281 ha also 90% Ackerland, Wiesen und Wälder. Der kleinste Ort (Angelsberg) zählt 48 Einwohner der größte Ort (Mömbris) mehr als 2000 Einwohner.
 
Die geographische Lage unseres Marktes:
 
zwischen 55 Grad 44’ und 55 Grad 51’ nördlicher Breite, sowie
35 Grad 08’ und 35 Grad 16’ östlicher Länge.
Höhenlage:
zwischen 165 und 337 Meter über dem Meeresspiegel.
 
Dieser Flecken liegt im Naturpark Spessart der mit 200.000 ha eines der größten zusammen-hängenden Waldgebiete im westlichen Deutschland ist. Dieser Flecken nennt sich Kahlgrund und dadurch schlängelt sich das kleine Flüßchen mit dem Namen Kahl und mündet bei Kahl in den Main. Etwa in der Mitte der Kahl von der Kahlquelle bis zum Main, wird der Kahlgrund durch die hessische Sölzert und Teile vom Teufelsgrund eingeschnürrt.
In dem 1,5 km langen Teufelsgrund standen ehemals 3 Mühlen, die 1837 noch arbeiteten, heuer steht nur noch die Gaststätte zur Teufelsmühle, die an einzelnen Tagen noch bewirtet wird, derer aber schon einige Sagen gewidmet wurden.
 
Am Eingang zum Teufelsgrund stehen noch Gemäuer der Burg Hüttelngesäß die um 1000 nach Christus schon ihren Standort hatte, aber 1405 von König Ruprecht zerstört wurde um der Räuberei Einhalt zu gebieten. Hinter der Burgruine liegt schon über Jahrhunderte das herrliche Jagdhaus Hüttlengesäß und links am Hang der Sölzert versteckt im Wald ein Jagdschlösschen. Hoch oben auf dem Schanzenkopf sind noch Zeichen eines Ringwalles aus der La Tenne Zeit 300-120 vor Christus zu finden.
 
Der Verlauf des Kahlgrundes ist in etwa so zu erklären:
an der hessischen Grenze entlang, schräg von oben auf den oberen Knick des Main- Vierecks zu, zwischen Aschaffenburg und Frankfurt endet der Kahlgrund in Höhe des Mains, wir befinden uns also auf bayrischen Boden (seit 1814).

Die wirtschaftliche Entwicklung ging anfangs nur müsam voran. In den vielen kleinen Ortsteilen des heutigen Marktes gab es außerhalb der wenig entwickelten Landwirtschaft kaum Möglichkeiten den Lebensunterhalt zu sichern. In den Dörfern wohnten kleine Bauern, die sich durch Gastwirtschaften, Schmieden, Metzgereien, Bäckereien und Bertreibern von Mühlen ein kleines "Zubrot" verdienten. In dieser Zeit sicherten sich viele arme Familien ihren Lebensunterhalt als Weber. Als es in den Landgerichtsbezirken Aschaffenburg, Lohr und Orb keinen einzigen gewerbsmäßigen Leinenweber mehr gab, wurden im Kahlgrund noch 134 Weber gezählt. Diese wirtschaftliche Entwicklung führte dazu, daß im 18. und 19. Jahrhundert viele Mömbriser auswanderten.

Bis 1888 haben 911 Bürger allein in Amerika einen neuen Anfang zu reichtum und Ansehen versucht.

Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung kamen mit dem Bau der "Kahlgrundbahn" im Jahre 1898, durch den Mömbris mit den benachbarten hessischen Industriestädten Hanau, Frankfurt und Offenbach verbunden wurde. Viele der heutigen Mömbriser Bürger verdienen - nicht zuletzt durch diese Maßnahme - noch heute im hessischen Nachbarland ihren Lebensunterhalt.

Die Kahlgrundbahn im Volksmund "Bembel" genannt, wurde im Laufe der Jahre mit modernen Triebwagen ausgestattet. Aber auch heute "dampft" die alte Lokomotive noch traditionsgemäß zu Ostern durch den Kahlgrund.

Im 19. Jahrhundert verdienten sich viele unserer Bürger - vor allem aber Frauen - ihr Geld durch Perlenstickerei und Zigarrenfabrikation. Bereits im Jahre 1885 arbeiteten ca. 600 Personen in Geiselbach, dem damaligen Zentrum der Perlenstickerei. Seit 1898 bildet sich der Raum zwischen Schimborn, Mensengesäß, Mömbris und Niedersteinbach (entlang der Kahlgrundbahn) als Zentrum der Zigarrenindustrie heraus. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts ging die Perlenstickerei immer mehr zurück, weil das Zigarrenmachen lohnender war.

Als herausragende Persönlichkeit aus dem kirchlichen Leben dürfen wir Herrn Pfarrer August Wörner und Herrn Pater Ivo Zeiger bezeichnen.

Schon im August 1935 hatte sich Pfarrer Wörner gegen die Verunglimpfung katholischer Priester durch die NSDAP gewandt. In einem monatelangen schwelenden Kampf prangerte Pfarrer Wörner immer wieder mutig die zunehmende Verspottung der Priester durch den Nationalsozialismus an, obwohl er die spätere Verhaftung bereits ahnte. Pfarrer August Wörner wurde am 28.12.1936 verhaftet. In dem am 05.01.1937 ausgestellten Schutzhaftbefehl wurde ihm "verwerfliche Wühlereien", "hetzerischer Kanzelmißbrauch" und "fanatische Hetze" vorgeworfen.

Pater Ivo Zeiger lebte von 1898 bis 1952. Er war Rektor des Germanicums in Rom und Sonderbeauftragter des Papstes. Trotz seiner hohen Stellung in der katholischen Kirche hat er nie den Kontakt zu seiner Heimatgemeinde verloren. Die Mömbriser Hauptschule und das Pfarrzentrum des "größten Sohnes unserer Gemeinde", wie Pater Ivo Zeiger respektvoll genannt wird.

An Persönlichkeiten aus dem politischen Leben sind zu erwähnen:

Dr. Heinrich Degen. Er war Mömbriser Bürger und Landrat des ehemaligen Landkreises Alzenau.

Unter Altbürgermeister Anton Reising, der die Geschicke der Gemeinde über 35 Jahre lang lenkte, entwickelte sich Mömbris von einer ländlichen gemeinde zu einer zentralen Kommune im Kahlgrund mit ausgeprägter Infrastruktur und hohem Wohnwert.

Der Markt hat durch die Ansiedlung von zahlreichen Industriebetrieben und durch die Erschließung vieler Baugebiete Vorsorge für künftige Entwicklung getroffen. 


Zum Kahlgrund Orteverzeichnis ......und........ zur Landkarte vom Kahlgrund
(Kahltal-Verlag, 2004)
 

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